Ergebnisse Projektförderrunde 2016

Liebe Leute,

wir freuen uns sehr, euch heute die auserwählten Projekte der Förderrunde 2016 bekanntgeben zu können. Die Abstimmung unter den Genoss*innen fiel sehr knapp aus. Wir werden die Projektwohnung des krudebude e.V. sowie das Projekt KulturLeben von der VILLA e.V. mit jeweils 500€ fördern. Außerdem fördern wir in Chemnitz das Projekt FEMermaid. Wir bedanken uns hiermit ganz lieblich bei allen Bewerber*innen für unsere Mieps-Projektförderrunde 2016. Wir werden sicherlich auch in 2017 eine neue Förderrunde starten und euch über diesen Blog, Facebook und unseren Newsletter Bescheid geben.

Mieps!

Mieps

Projektförderrunde 2016: FEMermaid (Chemnitz)

Vorstellungsrunde der Bewerbungen zur Projektförderrunde 2016, FEMermaid (Chemnitz) [Link führt zu Facebook].

Kurzbeschreibung des Vorhabens:

Wie der Diskurs um die Silvesternacht von Köln leider gezeigt hat, wird sexistisches Verhalten bzw. sexualisierte Gewalt oftmals den (muslimischen) männlichen Geflüchteten von der Mehrheitsgesellschaft zugeschrieben. Wie die Debatte darum klar gezeigt hat, liegt dieser Zuschreibung eine rassistische Einstellung zu Grunde. Auch in der Linken wird dieses Thema kontrovers diskutiert, wie gerade aktuell mit dem Hilferuf vom Conne Island-Plenum zu sehen ist. Die Veranstalter_innen und Clubs sind – scheinbar – überfordert, was zu einer gesellschaftlich akzeptierten rassistischen Türpolitik geführt hat. Auch in Chemnitz besteht weiterhin dieses Problem. FEMermaid hat daher eine Handreichung für Clubs und Veranstalter_innen zur präventiven Arbeit gegen sexualisierte Übergriffe und sexistische Gewalt erstellt, um zu der Debatte auf lokaler als auch bundesweiter Ebene beitragen zu können. Die Handreichung hat dabei explizit darauf geachtet, diesem rassistischen Grundgedanken entgegen zu wirken. Der Fokus der Handreichung liegt auf eine von vornherein notwendigen antisexistischen Gestaltung der Veranstaltung, welche in der Verantwortung der Veranstalter_innen bzw. Clubs liegt. Denn sexualisierte Übergriffe und sexistische Gewalt haben ihren Ursprung nicht nur in der individuellen Person des Gastes, sondern sind auch ein Ergebnis von Sozialisation in einer patriarchalen Gesellschaft in der wir leben. Diese patriarchale Gesellschaft spiegelt sich natürlich auch in der Umsetzung von Veranstaltungen wider. Daher werden in der Handreichung feminisitische Positionen und Hinweise zu bspw. Programmplanung, Personal, Security & Einlasspolitik, Werbung, Räumlichkeiten, Vernetzung und Feel-Good-People erläutert. Eine erste Auflage konnten wir bereits mit Unterstützung des StuRa TU Chemnitz drucken lassen. Mit einer Förderung durch den KGB wollen wir gerne eine 2. aktualisierte Auflage mit englischer Version produzieren lassen. In diesem Sinne: Sexismus den Boden entziehen. Fight sexism with partying! feministas unid@s!

Kurze Vorstellung eures Teams:

Wir sind eine Kerngruppe von 4 Menschen. Wir kennen uns bereits aus anderen politischen Zusammenhängen. Wir holen uns punktuell Unterstützung ein, deswegen können dem Kollektiv mehr Menschen zugeordnet werden. Wir haben uns entweder privat in politischen Zusammenhängen oder durch das Studium dem Feminismus genähert. (Queer)feministische Themen und Diskussionen sind in Chemnitz so gut wie nicht zu finden. Mit unserem Kollektiv wollen wir zu einer kritischen, gesellschaftlichen Debatte beitragen.

Ziele und beabsichtigter sozialer Mehrwert des Projekts

  • Förderung von (queer)feministischen Diskussionen auf lokaler sowie landesweiter Ebene
  • Informationsvermittlung zu aktuellen Debatten rund um (Queer)feminismus
  • Lokale sowie landesweite Vernetzung mit anderen (queer)feministischen Organisationen
  • Organisation von Veranstaltungen mit dem Ziel der Aufklärung über Themen wie Abtreibungspolitik, Sexarbeit, Sexismus im Alltag, Sexualisierte Gewalt, Gesellschaftliche Geschlechtskonstruktionen, Lookism & Body Shaming und Sexualität
  • Durchführung von antisexistischen Workshops, insbesondere zur “Handreichung für Clubs und Veranstalter_innen zur präventiven Arbeit gegen sexualisierte Übergriffe und sexistische Gewalt” (FEMermaid 2016)

An wen richtet sich das Projekt?

An alle Interessierten egal welchen Geschlechts. Es sei dabei hingewiesen, dass bei antisexistischen oder anderem menschenverachtenden Verhalten auch Menschen von Veranstaltungen bzw. Diskussionen ausgeschlossen werden können bzw. müssen.

Wie sollen die Mittel verwendet werden?

Aufwandsentschädigung für Übersetzung ins Englische: 100€
Teilfinanzierung des Drucks der Neuauflage: 100€

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FEMermaid (Chemnitz) [Link führt zu Facebook].

Projektförderrunde 2016: Tapetenwechsel

Vorstellungsrunde der Bewerbungen zur Projektförderrunde 2016, Tapetenwechsel [Link führt zu Faccebook].

Kurzbeschreibung des Vorhabens

Fernab konventioneller Ausstellungs- und Darbietungsräume wie Museen, Galerien und Bühnen Kultur erleben? Beim Wohnzimmerkultur-Event tapetenwechsel präsentieren KünstlerInnen und MusikerInnen einen Abend lang ihre Arbeiten in privaten Wohnungen.

tapetenwechsel bedeutet: 1 Abend. 3 Wohnungen. 3 KünstlerInnen. 3 MusikerInnen.

Dabei öffnen drei Privatwohnungen, die in einem Leipziger Stadtteil fußläufig beieinander liegen, für einen Abend ihre Türen. Die Besuchenden haben die Möglichkeit, zwischen den Wohnungen zu rotieren, um alle 6 Kunst- und Musikperformances zu erleben. Die musikalisch-künstlerischen Darbietungen finden blockweise in Form von drei Sets à 30 Minuten statt. Zwischen den einzelnen Sets bleibt für die Besuchenden genügend Raum und Zeit sowohl mit den KünstlerInnen und MusikerInnen als auch mit den GastgeberInnen der jeweiligen Wohnungen ins Gespräch zu kommen.

Kurze Vorstellung eures Teams

tapetenwechsel ist eine freie Initiative von Malena Rottwinkel, Julia Zetzsche und Tina Müller. Sie ist aus der Begeisterung der Initiatorinnen für unabhängige Kunst- und Kulturformen entstanden. Tapetenwechsel folgt dem Wunsch, Kunst und Musik dahin zurückzuholen, wo sie oft entsteht: im alltäglichen Leben und dem vertrauten Wohnumfeld. Seit November 2014 fand das Format bereits sechsmal in Leipzig statt.
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Ziele und beabsichtigter sozialer Mehrwert des Projekts

– LeipzigerInnen mit einem geringen Einkommen die Teilhabe an kulturellen Aktivitäten ermöglichen
– klassische Distanz des Publikums zum Ausstellungsstück und den KünstlerInnen selbst aufheben
– unterschiedliche Kunstformen zusammenzubringen und KünstlerInnen und MusikerInnen ein Forum zum Ausprobieren und Vernetzen bieten
– Beitrag zur Entwicklung und Stärkung der Diversität kultureller und künstlerischer Ausdrucksformen in Leipzig

An wen richtet sich das Projekt?

Die im jeweiligen Ortsteil ansässigen Menschen sollen die Zielgruppe der Veranstaltungsreihe sein. Zugleich wird ein niedrigschwelliger Anreiz für Bewohner_Innen anderer Ortsteile geschaffen, die Facetten und Eigenheiten der Kieze und ihrer Bewohner_Innen kennenzulernen.

Wie sollen die Mittel verwendet werden?

Die 500 Euro sollen als Zuschuss zu den „Honoraren“ aller beteiligten Künstler_Innen und Musiker_Innen verwendet werden.

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Initiative Tapetenwechsel [Link führt zu Facebook]

Projektförderrunde 2016: Bilder & Lesereise (KlimBamBora e.V.)!

Vorstellungsrunde der Bewerbungen zur Projektförderrunde 2016, Bilder & Lesereise (KlimBamBora e.V.)

Kurzbeschreibung des Vorhabens:

Wir lieben illustrierte Geschichten und präsentieren sie jungen Menschen in Schulen, Heimen und Pflegeeinrichtungen. Wir wollen sie begeistern und irritieren, und ihre Augen und Ohren öffnen für das noch Unbekannte.

Kinder und Jugendliche wollen über sich selbst und ihre Umwelt Klarheit gewinnen. Sie wollen beispielsweise wissen, wer sie sind, wie sie handeln sollen und wie die Welt funktioniert. In diesem Streben wollen wir sie unterstützen und lesen den Kindern hierzu unsere Lieblingsgeschichten und (bücher vor. Gleichzeitig möchten wir ihnen die dazugehörigen Illustrationen zugänglich machen, so dass sie die Geschichte hören und parallel die Bilder anschauen können. Den Kindern soll damit auch eine audio(visuelle Alternative zu den alltäglichen Medien geboten werden. Zielgruppe unserer Lesereise sind insbesondere Kinder aus Schulen, Heimen und Pflegeeinrichtungen, sowie Gruppen mit heterogenem Bildungsniveau.

Die Illustrationen werden mittels Beamer auf einer Leinwand präsentiert. Hierdurch ist es den Teilnehmern möglich, die Illustrationen parallel zum Text, über einen langen Zeitraum und ohne Verzerrungen zu betrachten. Die in den Geschichten (Text & Illustration) beschriebenen Phänomene sind zudem Anknüpfungspunkt naturwissenschaftlicher, sozialer, künstlerischer/literarischer und historischer Betrachtungen. Die Veranstaltungen werden grundsätzlich von zwei Mitgliedern durchgeführt. Hierdurch lernen die Teilnehmer unterschiedliche Vortragsweisen kennen und können in ihren individuellen Fragen und Bedürfnissen besser begleitet werden.

Kurze Vorstellung eures Teams

Steffen Köppen (Schriftsteller, Glasbläser) und Andreas Peters (Kunstpädagoge), weitere Vereinsmitglieder (wechselnd)

Ziele und beabsichtigter sozialer Mehrwert des Projekts

Wir wollen junge Menschen für illustrierte Geschichte begeistern, sie irritieren und zur Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt anregen. Darüber hinaus fördern wir Medienkompetenz, Konzentrationsfähigkeit und Reflexionsvermögen.

An wen richtet sich das Projekt?

an junge Menschen von 6 bis 12

Mittelbedarf und Aufschlüsselung nach Verwendungszweck. Wie sollen die Mittel verwendet werden?

Anschaffungskosten: Bücher(300EUR), zwei Leinwände (200EUR)

Bilder und Lesereise KlimBamBora e.V.
Bilder und Lesereise KlimBamBora e.V.

http://klimbambora.de/

Projektförderrunde 2016: Projektwohnung „krudebude“ e.V.

Vorstellungsrunde der Bewerbungen zur Projektförderrunde 2016, Projektwohnung „krudebude“ e.V.

Kurzbeschreibung des Vorhabens

Die Projektwohnung „krudebude“ e.V. ist eine 3-Raum-Wohnung im Stadtteil Schönefeld. Sie ist ein Ort, an dem nicht nur das Ausstellen von Kunst im Vordergrund steht, sondern die Entwicklung von Ideen mit Schaffenden – fern von der reinen Präsentationsplattform, hin zu einem Erlebnisraum! Das Projekt richtet sich explizit an Kunst- und Kulturschaffende mit keiner oder geringer Facherfahrung und an Bewohner_Innen des Stadtteils, die sich ausprobieren und selbstverwaltete Projekte umsetzen möchten. Für das Jahr 2017 ist eine Vielfalt an Veranstaltungen geplant, die auf die Förderung der kulturellen Angebotsstruktur des Stadtteils Leipzig-Schönefeld zielen. Monatlich werden mindestens zwei Veranstaltungen stattfinden. Zum einen gibt es Formate, die von der Projektwohnung „krudebude“ selbst initiiert werden. Dazu zählen Veranstaltungen im Rahmen der Stadtteilkulturfeste FREIRAUM und OstLichter sowie die alle zwei Monate stattfindende Ausstellungsreihe 3DRITTEL. Zum anderen findet eine Reihe von Gastveranstaltungen Platz in den Räumlichkeiten, die ganz unterschiedliche kulturell-künstlerische Angebotsformen bedienen können, beispielsweise Workshops, Lesungen, kleinere Konzerte, Ausstellungen und
audiovisuelle Projekte.

Kurze Vorstellung des Teams

Im April 2013 gründete sich die Initiative Projektwohnung „krudebude“. Seit 2016 ist sie ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Die Projektwohnung „krudebude“ e.V. wird von 5 Akteurinnen ehrenamtlich betrieben, die zuvor bereits Ausstellungsprojekte realisiert sowie Erfahrungen im Kultur- und Veranstaltungsmanagement gesammelt haben.

krudebude e.V.
krudebude e.V.

Ziele und beabsichtigter sozialer Mehrwert des Projekts in Stichpunkten

-­ Niedrigschwellige Förderung freier Kulturprojekte
-­ Unterstützung der stadträumlich-kulturellen Entwicklung des vom demografischen Wandel betroffenen Stadtteils Schönefeld
-­ Förderung der aktiven kulturellen Teilhabe verschiedener Leipziger Bevölkerungsgruppen
-­ Kunst und Kultur unabhängig vom sozio-ökonomischen Hintergrund erfahrbar machen und Partizipationsmöglichkeiten schaffen
-­ Ermöglichung der offenen Begegnung und Kommunikation zwischen den Kunst- und Kulturschaffenden und ihren Rezipienten

An wen richtet sich das Projekt?

Vor allem:
-­ Kunst- und Kulturschaffende mit keiner oder geringer Facherfahrung, die sich ausprobieren und selbstverwaltete Projekte umsetzen möchten
-­ Bewohner_Innen des Stadtteils Schönefeld: wohnortnah niedrigschwelliger Zugang zu künstlerisch-kulturellen Angeboten
Ferner:
-­ Anreiz für Bewohner_Innen anderer Stadtteile Leipzigs, Schönefeld kennenzulernen
-­ professionelle Kreative aller Altersklassen, die ihre Arbeiten abseits institutionalisierter Produktions- und Schaffungsprozesse präsentieren möchten

Mittelbedarf und Aufschlüsselung nach Verwendungszweck. Wie sollen die Mittel verwendet werden?

Die 500 Euro sollen für Workshophonorare und Materialkosten verwendet werden. Im
kommenden Jahr starten wir die interdisziplinäre Kreativ-Workshopreihe „TOOLS FOR FOOLS
“. Jeden Monat kann unter Anleitung eine andere Fertigkeit kennen gelernt und vertieft werden,
z. B. Risodruck, Schmuckherstellung, Upcycling oder Beat-Produktion.

logo-krudebude
krudebude e.V.

Projektförderrunde 2016: KulturLeben Leipzig

Vorstellungsrunde der Bewerbungen zur Projektförderrunde 2016, Klappe die Erste: KulturLeben Leipzig

Warum braucht es KulturLeben Leipzig?

Ein Viertel der Leipziger hat nur ein besonders geringes Einkommen zur Verfügung, das ist das
Ergebnis einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der
gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Gleichzeitig ist Leipzig neben Frankfurt die Stadt in
Deutschland, die pro Einwohner das meiste Geld für die Förderung der Kultur ausgibt.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass Menschen mit geringen Einkommen nur einen sehr geringen
Anteil an den Nutzern der Kultureinrichtungen haben. Nutznießer der hohen Kulturförderung sind
damit eher nicht Menschen mit geringem Einkommen. Und das obwohl besonders die großen
kommunalen Kultureinrichtungen vergünstigte Tickets zum Beispiel für Leipzig-Pass-Inhaber
anbieten.
Dafür gibt es zwei Gründe:

1. Die verbilligten Karten sind oft nur an der Abendkasse erhältlich. Es ist also durchaus
möglich, dass potentielle Gäste umsonst kommen, wenn eine Veranstaltung ausverkauft
ist. Die Gefahr leer auszugehen, frustriert und ist eine hohe Hürde.
2. Viele Menschen mit geringen Ressourcen sind nie an Kultureinrichtungen herangeführt
worden. Sie haben nie erlebt, dass Theater, Konzert, Oper für sie bereichernd sein kann.
Sie kommen deshalb gar nicht auf die Idee, Kultureinrichtungen zu besuchen. Zusätzlich
gibt es Unsicherheiten was einen dort erwartet, wie man sich verhält oder auch kleidet.
An diesen Stellen setzt KulturLeben Leipzig (kulturl eben -leipzig.de) mit ehrenamtlichen
Kulturvermittlern an.

Unsere Idee:

KulturLeben Leipzig vermittelt unverkaufte Kultur- und zunehmend auch Sporttickets an
Menschen mit besonders geringen Einkommen.
Viele Leipziger Kultureinrichtungen überlassen uns dafür freie Plätze, von denen sie aus
Erfahrung wissen, dass diese unverkauft bleiben werden. Die ehrenamtlichen Kulturvermittler
von KulturLeben empfehlen diese Veranstaltungen telefonisch an potentielle Gäste weiter, die
sich vorher mit dem Leipzig-Pass oder einem anderen Einkommensnachweis bei KulturLeben
registriert haben. Die Kultureinrichtungen erhalten dann eine Gästeliste auf deren Grundlage sie
den Gästen kostenfreien Eintritt gewähren. Die Gäste müssen dabei nicht noch einmal ihre
finanzielle Situation offenlegen.

Kulturleben-Team
Das Team von KulturLeben Leipzig

Unsere Ziele:

KulturLeben Leipzig möchte Menschen mit geringem Einkommen eine möglichst
gleichberechtigte Teilnahme an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen und damit ein Stück
weit am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Von den bisherigen Vermittlungen der Kulturloge
waren etwas mehr als 90 Prozent der Gäste vorher noch nie in der vermittelnden
Kultureinrichtung. Für die Hälfte der Gäste war es der erste Kulturbesuch seit mindestens einem
Jahr.

Unsere Zielgruppe:

KulturLeben richtet sich an Menschen aus Leipzig und der Region. Bei der Einkommensgrenze
orientieren wir uns an den Kriterien des Leipzig-Passes und an der Hartz IV-Gesetzgebung.
Diese Personengruppen können also in der Regel Gäste von KulturLeben werden:
• ALG II- und ALG I-Bezieher,
• Grundsicherungsbezieher,
• Rentner, Berufstätige, Selbständige und Freiberufler, die nicht mehr als 900 Euro
monatlich verdienen,
• Auszubildende und Studenten
Jährlich wird geprüft, ob die Voraussetzungen vorliegen. Am einfachsten durch den aktuellen
Leipzig-Pass, aber auch durch andere geeignete Belege und Bescheinigungen.

logo_kulturleben
http://kulturleben-leipzig.de/

Die Umsetzung:

Wir haben KulturLeben Leipzig im Mai 2012 gegründet. Bisher konnten wir fast 17.000 Plätze
von ca. 80 Kultur- und Sporteinrichtungen vermitteln. 6.000 Menschen mit besonders geringen
Einkommen und über 800 Kinder konnten in den reichlich vier Jahren bereits von KulturLeben
profitieren. Realisiert wird die Arbeit komplett von einem Team aus aktuell etwa 30
Ehrenamtlichen.
KulturLeben Leipzig nutzt dabei Ressourcen (Raum, Technik, Buchhaltung etc.) des
Soziokulturellen Zentrums „Die VILLA“, welches von der gemeinnützigen LeISA gGmbH
getragen wird. KulturLeben bemüht sich, ihre Kosten komplett über Spenden zu finanzieren.
Noch gelingt das nicht komplett.

Update Projektförderrunde 2016

Liebe Leute,

mittlerweile ist die Frist für unsere Förderrunde verstrichen und wir bedanken uns vorab bei allen Bewerber*innen. Neben diversen Bewerbungen aus Leipzig erreichte uns diesmal auch ein Projekt aus Chemnitz. In Halle haben wir hingegen nicht ausreichend Ressonanz erzeugen können. Schade.

Wie geht es nun weiter? Wir werden in den nächsten Tagen nach und nach die einzelnen Projekte hier im Blog vorstellen. Parallel dazu werden wir alle Genoss*innen der Betacoop in einer Abstimmungsrunde um ihre Meinung bitten. Naja, und danach, danach werden wir die Abstimmungsergebnisse hier im Blog bekanntgeben, die Auserwählten, Presse und Fernsehen informieren und abschließend von den Bestechungsgeldern richtig fett in die Karibik jetten.

Bis dahin verbleiben wir Euer
Korrekter Getränke Betrieb

Projektförderrunde 2016 – es kann losgehen

Liebe Freund*innen,

auch in 2016 wollen wir mit den Gewinnen unserer Mieps gutes Tun und soziale und gemeinnützige Projekte fördern. Die Fördermodalitäten findet ihr direkt hier oder unter dem Punkt Förderung. Die Gewinner*innen des letzten Jahres findet ihr hier und hier.

Wenn es nach uns geht, sollen dieses Jahr zwei Projekte aus Leipzig oder dem Umland mit jeweils 500€ gefördert werden. Außerdem wollen wir über unsere Homebase hinaus jeweils ein Projekt in Chemnitz und ein Projekt in Halle mit 200€ fördern. Bewerbungsfrist ist der 15.10.2016.

Und was ist nochmal die Mieps? Die Mieps ist eine Bio-Limo, die von der Betacoop e.G. produziert wird. Mittlerweile gibt es die Mieps in drei leckeren Sorten: Apfel-Holunder, Gurke-Rose und Zitrone-Minze. Für jeden Kasten Mieps, den wir verkaufen, legen wir einen Euro zur Seite. Einmal im Jahr schreiben wir so die gesammelten Mieps-Euro im Rahmen unserer Projektförderung aus. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist dürfen alle Genoss*innen der Betacoop e.G. darüber abstimmen, welche Projekte wir fördern und wer sich über einen kleine Unterstützung zum Gutes-Tun freuen darf.

Falls Ihr vorab Fragen habt, dann werft diese doch bitte hier ein: projekte@mieps.org

Mieps Mieps und Mieps

Mieps auf dem Kollektiv-Festival

Vom 19. bis 25. Mai 2016 werden sich in Leipzig verschiedene studentische und externe Initiativen vernetzen, um sich gemeinsam mit dem aktuell vorherrschenden gesellschaftlichen Klima kritisch auseinanderzusetzen und neue Perspektiven des Zusammenlebens aufzuzeigen. Das KOLLEKTIV FESTIVAL möchte dabei eine Plattform bieten, um einen Austausch zu ermöglichen, Vorurteile abzubauen und für gesellschaftliche Ungleichheiten zu sensibilisieren.

Wir freuen uns, mit Mieps den Konsens-Workshop zu unterstützen. Dieser findet am 20.5. (Fr) 14 Uhr statt.

Zum Programm des KOLLEKTIV-Festivals: http://stura.uni-leipzig.de/kollektiv/program